Therapie

Systemische Therapie versteht sich als eine bestimmte Form der zielorientierten Beziehungsgestaltung und Kommunikation zwischen dem systemischen Therapeuten und seinen Klienten. Das formale Ziel dieser Begegnung ist die Anleitung und Optimierung der Selbstreflexion des Klienten. Das inhaltliche Ziel die Auflösung der vom Klienten gesehenen Probleme.

Das Expertenwissen des Therapeuten besteht dabei nicht in irgendeinem Wissen darüber wie Probleme zu lösen sind oder gar wie ein Leben gelebt werden muss, das als problemlos bezeichnet werden kann. Es besteht darin, über bestimmte kommunikative Fertigkeiten zu verfügen, die es dem Klienten erlauben auf sich selbst einen neuen und lösungsermöglichenden Blick zu werfen.

Die systemische Therapie braucht dazu weder eine spezifische Krankheitslehre noch eine normorientierte Gesundheitsvision – im Gegenteil: Krankheitsvorstellungen und –konzepte werden ebenso wie Lösungs- und Gesundheitskonzepte daraufhin befragt, inwieweit sie eine im Sinne des Klienten zieldienliche und zielführende Funktion haben. Das kann in vielen Fällen dazu führen, dass bestimmte Krankheitsvorstellungen und –konzepte in Frage gestellt, verflüssigt und gar aufgelöst werden.

Systemische Therapie kann in unterschiedlichen Formen durchgeführt werden: Als systemische Einzeltherapie, systemische Paartherapie, systemische Familientherapie und systemische Gruppentherapie. Sie kann bei allen auch für andere psychotherapeutische Methoden indizierten Problemlagen angewandt werden. Besondere Erfahrungen und Expertise bestehen am Systemischen Institut Heidelberg (SIH) für: Psychosen, Essstörungen, somatische Störungen, Angst- und Panikattacken, Depressionen, Krisensituationen wie Gewalteskalationen oder suizidale Krisen, Adoleszentenkrisen, Paarkrisen und Paarprobleme.

Literatur:

Termine können per Telefon unter: 06221/4348139 oder per Email abgesprochen und vereinbart werden.